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Ein historischer Stadtrundgang

Rundgang
Ausgangspunkt: Burg, 1-5, vorbei am Spielplatz, über Klostersteig zu 6-9, Breiter Weg, 10, 11, 12, Schloßstraße, Mühlentor, 15, Endpunkt Burg

Erweiterungsmöglichkeiten
  • Abzweig vom Klostersteig zu 16, 20
  • vom Breiten Weg über Fußweg am Grünen Wallgraben zur Schulstraße, 17, 18
  • vom Breiten Weg über Badstraße zur Otto-Altenkirch-Straße, 13, 14
  • über Otto-Altenkirch-Straße zum Petritor, 19
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Burg
Der Sage nach eine "Burg mit sieben Türmen und ebenso vielen Brücken, Mauern und Gräben". Die Wehranlage, deren älteste Teile aus dem 13. Jahrhundert stammen, geht auf eine slawische Befestigung zurück. Die Anlage entspricht einer typischen Randhausburg mit freistehendem Bergfried.
Der innere Burghof ist umschlossen von der Burgkapelle, dem Torhaus, dem ehemaligen Palas mit angrenzendem, heute zweigeschossigen Gebäudeteil und dem ehemaligen Internatsgebäude im Süden des Hofes, das unter Einbeziehung von Resten der Burgmauer erst um 1860 in seiner heutigen Größe errichtet wurde. Die Westseite war, ablesbar an der Südwand der Kapelle, bis zum Brand 1857 ebenfalls durch ein Gebäude geschlossen.

2
Burgkapelle
1470 geweiht, ersetzte einen Vorgängerbau. Original erhaltene, reich verzierte, spätgotische Fassade aus rotem Backstein, neogotischer Westgiebel und gut erhaltene, hochwertige und farbenfrohe Gewölbe - und Wandmalereien aus der Zeit um 1500.Sandsteinrelief und hölzerner Christus an der Altarwand, hölzerne Marienfigur aus Rogäsen in der Westecke.

3
Bischöflicher Wohnbau, auch Palas genannt
Repräsentations - und Wohngebäude. War ursprünglich zweigeschossig: Im Erdgeschoss ein zweischiffiger, mit Kreuzrippen überwölbter Saal mit hohen Fenstern, im Obergeschoss Wohnräume. Im 18. Jh. grundlegende Veränderung zum heutigen Aussehen durch Umbau zum Amtshaus in Form eines barocken Herrenhauses: regelmäßig angeordnete Fensteröffnungen, Änderung der Geschosseinteilung und Grundrisse. Im Innern haben sich Reste wertvoller mittelalterlicher Malereien und der Fußbodenheizungen aus dem 14. und späten 15. Jh. erhalten. Beherbergt seit Mai 2005 das Museum für brandenburgische Kirchen - und Kulturgeschichte des Mittelalters.

4
Bergfried
Um 1200 aus Granitquadern errichtet. Mauerdicke im Erdgeschoss 3,75 m. Diente einst als Zuflucht für die Burgbewohner über einen Zugang auf etwa 10 m Höhe. Heute führen 141 Stufen in 35 m Höhe zur sogenannten Bischofsmütze, nach 1528 im Renaissancestil errichtet. Schöner Blick über die Stadt und Umgebung.

5
Storchenturm
Errichtet im 15. Jh. Letzter erhaltener Teil der ehemaligen Vorburg. Maueransätze der Vorburgbefestigung noch gut erkennbar. Auffällige Verzierungen mit schwarzen Ziegeln. Das Verlies im unteren Teil des Turms soll 1413-16 Gefängnis des Ritters Jaspar Gans Edler Herr zu Putlitz gewesen sein. Von dieser Begebenheit handelt Karl Mays Erzählung "Wildwasser".

6
Heimatmuseum und Bibliothek
Zwei um 1900 errichtete Scheunengebäude des ehemaligen Wirtschaftshofes. Nach Umbau Heimatmuseum mit stadt- und alltagsgeschichtlicher Sammlung sowie Amtsbibliothek und Fachbibliothek für Kirchen- und Kulturgeschichte.

7
Ehemal. Zisterzienserinnenkloster (Kloster 4-5)
Um 1335 gegründet. Die mittelalterlichen Gebäudeteile mit Backsteingiebel datieren aus dem 14. Jh. Umbauten zur Nutzung als Amts- und Wohngebäude nach Auflösung des Klosters unter Veränderung der Raumaufteilung und der Fenster- und Türgestaltung ab Mitte 16. Jh. Aus dieser Bauphase stammen auch der Volutengiebel und das Renaissanceportal. Der an der Westfassade angebaute Fachwerkbau entstand im 18. Jh., der Verbindungsbau zwischen Westfassade der Kirche und ehemaligem Klostergebäude im Jahr 1860.

8
Anhaltsche Stiftung, (Kloster 3)
Das barocke Gebäude entstand im 18. Jh. als Stiftung des Generals von Anhalt zur Verbesserung des Schulwesens.

9
Stadtkirche Heilig Kreuz
Im 13. Jh. aus Feldsteinen erbaute einschiffige spätromanische Kirche mit eindrucksvollem, querrechteckigen Westturm. Ostteile der Kirche spätgotisch in Backstein und mit Kreuzgewölbe verändert. Um 1860 vor allem im Innenraum weitreichende bauliche Eingriffe: weißer Anstrich, neue Pflasterung, größere Fenster, neue Emporen, Freitreppe. In der Westwand des Kirchturmes befindet sich der heute zugemauerte Zugang aus dem sich anschließenden Klostergebäude der Zisterzienserinnen auf die frühere Nonnenempore in der Kirche.

10
Alte Schule, Breiter Weg 4
Da die Stadt über kein eigenes Schulhaus verfügte, wurde der Unterricht vom 17. bis 19. Jh. in verschiedenen Gebäuden im Umkreis der Heilig-Kreuz-Kirche gehalten, unter anderem in der Anhaltschen Stiftung, vor allem aber im Vorgängerbau dieses Gebäudes, das schon um 1800 als Schule bezeichnet wurde. Erst 1906 Bau eines eigenen Schulhauses in der Schulstraße.

11
Rathaus, Breiter Weg 32
Nach dem Stadtbrand 1789 errichtetes Bürgerhaus, 1828 zum Rathaus umgebaut. Mit neugotischem Schmuckgiebel und historischem Maßwerk. Das ursprüngliche Rathaus auf dem Breiten Weg, wo sich einst auch ein Roland befand, war 1673 niedergebrannt und nicht wieder errichtet worden - 150 Jahre lang hatte die Stadt kein ständiges Ratsgebäude.

12
Breiter Weg
Entlang der ehemaligen Heer- und Handelsstraße angerartig angelegt, erfüllte der Breite Weg (ehemals Marktstraße) schon seit der Entstehung der Siedlung die Funktion des Markplatzes.

13
Breiter Weg 26
Ein Zeugnis der alten giebelständigen Bebauung: Fachwerkgebäude 18. Jh.

14
Wohnsitz des Generals von Anhalt, Otto-Altenkirch-Str. 1
Ende 18. Jh. auf dem Grund und Boden des Ritterguts Bardeleben errichtetes Wohnhaus des Generals von Anhalt. Wie das Gut hatte das Haus Amtsfreiheit und stand nicht unter der Verwaltung und Gerichtsbarkeit der Stadt.

15
Alte Post, Otto-Altenkirch-Str. 16
Postmeisterei der nach dem Dreißigjährigen Krieg eingerichteten Postlinie "Clevescher Kurs" von Königsberg über Berlin, Brandenburg und Magdeburg nach Kleve (1649 - 1818).

16
Haus Friedrichs des Großen, Mühlentor 16
1775 in barockem Stil für König Friedrich II. von Preußen als Reiseunterkunft errichtet, jedoch wohl nie von ihm bewohnt - angeblich aus Ärger über den Baumeister, der sich auf dem Grundstück gegenüber (Otto-Altenkirch-Str. 17) vom Honorar ein noch größeres Haus errichtete.

17
Rittergut von Bardeleben, Frauentor 15
Einer von mehreren Freihöfen, 1550 als Lehen des Bischofs an die von Bardeleben übereignet. Das Wohnhaus, ein schönes Fachwerkhaus, wurde Ende des 16. Jh. errichtet. Es ist neben der Burg der älteste erhaltene Profanbau der Stadt. Der Besitz ging Mitte des 19. Jh. an die Familie Albrecht über. Enteignung 1945 im Zuge der Bodenreform. Heute Nutzung als KITA.

18
Gericht, Schulstraße
Klinkerbau von 1913. Seit 1948 Nutzung als Schule.

19
Schule, Schulstraße
Roter Gründerzeit-Klinkerbau von 1906.

20
Armenhaus, Petritor 29
Errichtet 1900 für die Stadtarmen (die bis dahin zum Teil im St.-Georgs-Hospital - seit 1666 vor dem Frauentor - untergebracht waren) auf dem Grundstück der früheren Petrikirche und des alten Hospitales (bis um 1660).

21
St.-Georgs-Hospital, Frauentor 23
Erbaut um 1894 gegenüber dem ursprünglichen St.-Georgs-Hospital, an dessen Stelle sich heute eine Grünanlage mit einem Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges befindet. Das Gebäude dient seit 1945 als Altersheim.

Tourismusinformation
Telefon: 033830 12735

Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters mit der Dauerausstellung:
"Wege in die Himmelsstadt.
Bischof - Glaube - Herrschaft 800 - 1550"
Telefon: 033830 12735
Internet: www.burg-ziesar.de
E-Mail: info@burg-ziesar.de
Öffnungszeiten:
Di. - So. 10.00 - 17.00 Uhr (Oktober bis April)
Di. - So. 10.00 - 18.00 Uhr (Mai bis September)

Heimatmuseum
mit Exponaten zur örtlichen Geschichte