Gehe zum Inhalt, überspringe Menüs

 

Die Gemeinden des Amtes

Gemeinde Barkhagen
Gesamt: 3.028 ha

Im Frühjahr des Jahres 2004 unterzeichneten die Gemeinden Barkow und Plauerhagen mit ihren Ortsteilen in einem feierlichen Akt ihre Gemeindefusion. In Einwohnerversammlungen und Gemeindevertretersitzungen wurde lange gerungen um Zusammenlegung und Namensfindung. Geschichtliche Ereignisse oder geografische Gemeinsamkeiten konnten nicht gefunden werden. Von der Kommunalaufsicht kam der Vorschlag, sich Barkhagen zu nennen. Gemeindevertreter und Einwohner konnten sich so wiederfinden und waren einverstanden. So entstand der neue Name beider Gemeinden. Zu ihr gehören 592 (Stand 20.08.2015) Einwohner.

Von dem Geld zur Gemeindefusion wurde das Dorfgemeinschaftshaus in Plauerhagen, der Ausbau der Straße von Plauerhagen nach Plau am See und von Barkow nach Schlemmin finanziert, sowie der Bau einer Feuerwehrgarage.

Barkow
Das Dorf Barkow liegt an der B 191, ca. 6 km westlich von Plau am See. Barkow wurde bereits am 13. April 1274 urkundlich erwähnt und besaß eine um 1320 erbaute Kirche, die im 17./18. Jahrhundert erweitert und durch Ziegelfachwerk erneuert wurde. Leider ist diese Kirche 2004 zum Schrecken der Bürger eingestürzt. Nach Klärung mit den Versicherungen und der Bürgerinitiative der Gemeinde wurde mit dem Wiederaufbau 2005 begonnen.

Auf dem angrenzenden Kirchhof befindet sich eine unter Naturschutz stehende Eiche. Ein Kriegerdenkmal auf dem gepflegten Dorfplatz in Barkow erinnert an die Gefallenen des 1. Weltkrieges.

Zur Gemeinde gehören zudem das Dorf Kolonie Lalchow sowie der Ortsteil Altenlinden. Kolonie Lalchow gehört seit dem Jahre 1274 zur Gemeinde. Altenlinden wurde 1950 eingemeindet. Der größte Teil der Häuser und Grundstücke wurde nach der Wende verschönert und modernisiert.

Die schöne Natur und die Nähe zum Tourismusgebiet Plauer See machen Barkow interessant für den sanften Tourismus. Die Lage unmittelbar an der Elde mit einer Schleuse aus dem Jahr 1926 ist ein beliebtes Ausflugsziel. Wander- und Radwege in traumhafter Natur laden zu Ausflügen ein. Kleine Pensionen und eine Dorfgaststätte mit ihrem typisch mecklenburgischen Charakter bieten Gelegenheit zum Ausruhen und Verweilen. Kultureller Höhepunkt ist das jährlich stattfindende Dorffest in Altenlinden.

Plauerhagen
Das Dorf Plauerhagen liegt ca. 7 km nordwestlich von Plau am See. Zum Dorf gehört der Ortsteil Zarchlin. Plauerhagen wurde bereits am 03. August 1235 urkundlich erwähnt. Der Bischof Bernhard von Schwerin bestätigt die Kirche und bestimmt die Dörfer, die zu ihr gehören sollten. Die Landwirtschaft bestimmt über Jahrhunderte das Leben und Arbeiten im Dorf. Der größte Arbeitgeber vor der Wende war die ortsansässige LPG "Neues Deutschland" Plauerhagen. Dieses Unternehmen profilierte sich neu zur Agrarvereinigung MIFEMA e.G. Plauerhagen. Im Ortsteil Zarchlin, eine frühere Staatsdomäne, bewirtschaftet ein Wiedereinrichter die Feldmark.

Die Straßen und Landwege sind charakteristisch für die Landschaft in Plauerhagen. An dieser ursprünglichen Natur finden nicht nur Fremde gefallen. Gemeindeübergreifende Wege nach Penzlin und Daschow wurden saniert und verbesserten die Infrastruktur erheblich. Durch einen Flächennutzungsplan konnten viele Bauwillige sich Wohneigentum schaffen. Viele Windräder drehen sich im Ort, da ausgewiesene "Eignungsräume für Windenergie" vom Kreis genehmigt worden waren.

Kulturelle Höhepunkte des Dorfes sind das Dorf- und Erntefest, das Osterfeuer, das Bikertreffen. Die Freiwillige Feuerwehr besteht seit 80 Jahren und nimmt erfolgreich an Ausscheiden und Wettkämpfen teil.

Die Gemeinde Ganzlin

Ganzlin ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern und wird vom Amt Plau am See verwaltet.
Zum 25.Mai 2014 fusionierte die Gemeinde Ganzlin mit den benachbarten Gemeinden Buchberg und Wendisch Priborn zur neuen Gemeinde Ganzlin. Zur Gemeinde Ganzlin gehören die Ortsteile Dresenow, Dresenower Mühle, Ganzlin, Gnevsdorf, Hof Retzow, Klein Dammerow, Retzow, Tönchow, Twietfort, Wangelin und Wendisch Priborn.

Dresenow, Dresenower Mühle, Twietfort
Zur Gemeinde Ganzlin gehören die Ortsteile Twietfort (seit 1874), Dresenow (seit 1911), sowie Dresenower Mühle. Dresenower Mühle und Twietfort wurden zu Orten der Nah- und Fernerholung. In Twietfort entstand eine Wochenendhaussiedlung. Die vor der Wende zahlreich vorhandenen Ferienlager in Dresenower Mühle wurden nach der Wende geschlossen. 2011 entstand in diesem Ortsteil direkt am Plauer See eine autofreie, naturbelassene Ferien- und Seminaranlage, das VILA VITA Anneliese Pohl Seedorf.
Sehenswürdigekeiten:
Urdolmen von Twietfort; Steinkiste von Twietfort

Ganzlin
wurde erstmals im Jahr 1346 urkundlich erwähnt. Iwan von Below verkaufte das Dorf Ganzlin an das Kloster Stepenitz. In den folgenden Jahrhunderten wechselt der Ort oft seinen Besitzer. Der industrielle Aufschwung in Mecklenburg im 19. Jahrhundert begann mit der Eisenbahnlinie 1886/87 in Richtung Güstrow, Pritzwalk und Röbel und setzte sich mit der Gründung der Brennerei GmbH 1887 fort. So konnten Kartoffeln und Getreide vor Ort verarbeitet werden. Das Leben im Dorf veränderte sich. 1903 wird Ganzlin infolge der günstigen Lage ein Eisenbahn- und Chausseeknotenpunkt. Neue Berufe waren Bahnhofvorsteher, Brennereiverwalter, Maschinenputzer, Weichenwärter u.a.
Die Kirche brannte Anfang des 20. Jahrhunderts ab und wurde 1903 wieder aufgebaut. Der Haupterwerbszweig vor 1990 war die Landwirtschaft. Sie wurde danach "abgewickelt" und verlagerte sich nach Wendisch Priborn.
Die ehemaligen Gemeinden Wendisch Priborn, Gnevsdorf, Retzow und Ganzlin entwickelten ein gemeinsames Gewerbegebiet in Ganzlin. Damit konnten erfolgreich neue dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen werden.
Firmen wie z.B. Ganzlin Beschichtungspulver GmbH, Hersteller umweltfreundlicher Trockenlacke, sowie das Kieler Familienunternehmen FRIES, das seit vielen Jahren hier sein Zentrallager für all seine Standorte unterhält, siedelten sich hier unter anderen an.
Jedes Jahr im Juni findet in Ganzlin das "B-J-K-Turnier" mit internationaler Beteiligung und über hundert Volley- und Beachvolleyballteams statt.
Sehenswürdigkeiten:
Ehemalige Brennerei als Informations- und Ausstellungszentrum der Retzower Sandheide; historische Dorfkirche (Neuaufbau 1903)

Gnevsdorf, Wangelin
liegen südlich vom Plau am See, nahe zur Grenze nach Brandenburg. Hügelgräber zeugen von früher Besiedlung. Die erste Erwähnung Gnevsdorfs stammt aus dem Jahre 1448. Die landwirtschaftliche Entwicklung bestimmte Jahrhunderte lang die Landschaft, ca. 90 % der Bevölkerung waren in der Landwirtschaft beschäftigt.
Die Möckel-Kirche in Gnevsdorf, erbaut 1895 - 1897 nach dem Entwurf des Architekten Möckel ist ein Bau im neugotischen Stil. Schon von weitem grüßt der ca. 55 Meter hohe Turm den Besucher. Besonderheiten: Der Pfeiler in der Mitte des Hauptganges trägt das ganze Gewölbe des Kirchenschiffes. In der Sakristei steht der spätmittelalterliche Schnitzaltar der Vorgängerkirche.
Die schöne Landschaft, die hier durch den 118 m hohen Buchberg geprägt wird, und die Nähe zum Plauer See sind als Potentiale für die Entwicklung zum sanften Tourismus erkannt worden. Mit den Nachbargemeinden wurde eine gemeinsame Strategie entwickelt und 1990 der FAL e.V. gegründet (Verein zur Förderung ökologisch-ökonomisch angemessener Lebensverhältnisse westlich des Plauer Sees e.V.). Eine Aufgabe des FAL e.V. ist der Erhalt des sozialen Netzes, der Erhalt und die Wiederherstellung der natürlichen Umwelt, sowie die Umsetzung umwelt- und ressourcenschonender Projekte.
So wurde der Lehr- und Erlebnisgarten Wangelin geschaffen, die Seemann-Scheune in Gnevsdorf restauriert und darin das einzige Lehmmuseum Deutschlands eingerichtet, das Pfarrhaus und der Gemeindesaal in Gnevsdorf restauriert, der Lehmbackofen rekonstruiert, das Informations- und Gemeindegebäude im Wangeliner Garten als moderner Lehmbau fertiggestellt, die Feldsteinstraße in Wangelin erneuert, der Wangeliner See zum Naturschutzgebiet entwickelt und mit einem Aussichtspunkt gestaltet und vieles andere mehr.
Unter dem Projekt "Morgenland" soll auf dem Gelände des Wangeliner Garten ein neuartiger, phantasievoller Ort entstehen, wo wohnen, ernähren, Kultur- und Umwelt-Lebensbereiche, die nachhaltig geplant und gebaut werden, gestaltet werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeder Altersstufe können hier zusammen mit Fachleuten und Pädagogen probieren, lernen und leben.
Sehenswürdigkeiten:
Neugotische Backsteinkirche in Gnevsdorf von 1897 nach Plänen von Gotthild Ludwig
Möckel, Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert; Lehmmuseum Gnevsdorf; Naturschutzgebiet Wangeliner See; Wangeliner Garten, Lehr- und Erlebnisgarten; größter Kräutergarten in Mecklenburg-Vorpommern; Hügelgräber von Wangelin

Retzow, Klein Dammerow, Hof Retzow
Retzow liegt südlich von Plau am See und grenzt an das Land Brandenburg. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1448. Es ist ein typisches Rundlingsdorf, Wohnhäuser und Ställe stehen rund um den Dorfplatz, in der Mitte steht die Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Viele Besitzerwechsel fanden über Jahrhunderte statt. Anfang der 50-er Jahre des vorigen Jahrhunderts ließ die Sowjetarmee einen Truppenübungsplatz anlegen. 1992 räumte die Rote Armee den Platz, eine jahrzehntelange Lärmbelästigung fand ihr Ende. In den Folgejahren konnten große Teile des Geländes von Munition und Unrat geräumt werden. Entstanden ist das Naturschutzgebiet "Marienfließ". Retzow ist das Eingangstor. Von hier aus erschließen sich einmalige Heidelandschaften, Lehrpfade, Reit- und Wanderwege. Wer Natur erleben will und die Ruhe liebt, hat in diesem Areal sein Ziel gefunden.
Im Dorf wurde die Küsterruine wieder neu errichtet. Heute werden dort hochwertige Filzprodukte hergestellt und in alle Welt geliefert. In Klein Dammerow wurde das ehemalige Gutshaus durch den FAL e.V. als Beherbergungs- und Bildungsstätte denkmalschutzgerecht wiederhergestellt.
Sehenswürdigkeiten:
Fachwerkkirche in Retzow aus dem 17. Jahrhundert, Altaraufsatz und Kanzel aus dem 16. Jahrhundert; Gutshaus Klein Dammerow, als Pächterhaus der Landesdomäne 1893 gebaut; Filzmanufaktur Ülepüle in Retzow; Naturschutzgebiet Marienfließ

Wendisch Priborn, Tönchow
Wendisch Priborn ist seiner Entstehung nach ein Lehnbauerndorf und wurde bereits 1502 "Priborn" genannt. Die Gemeinde Wendisch Priborn liegt ca. 12 km südöstlich von Plau am See und ist der südlichste Zipfel von Mecklenburg und grenzt an das Land Brandenburg. Der Warenberg bei Wendisch Priborn erreicht eine Höhe von 102 Metern über NN. Wendisch Priborn ist ein Rundlingsdorf, die Häuser und Ställe sind zentral rund um die Kirche gebaut. Mittelpunkt des Ortes ist die Dorfkirche, ein schlichter Fachwerkbau mit hölzernem Turm und Zwiebelkuppel aus dem 17. Jahrhundert. Der Ortsteil Tönchow wurde 1289 bereits erwähnt. Das Gut Tönchow ist von Karl von Flotow gestaltet worden, der Gutspark ist heute noch teilweise erhalten. In der Nähe befindet sich das Quellgebiet der Dosse. Entlang der Feld- und Wiesenflächen der Dosse befinden sich Rastplätze von zahlreichen Wildtieren, Kranichen, Graugänsen, Kiebitzen.
In Wendisch Priborn war und ist die Landwirtschaft Haupterwerbszweig. Die LPG "Thomas Müntzer" wurde abgewickelt, der Großteil der Beschäftigten wurde arbeitslos. Die Privatisierung dieses Betriebes ermöglichte die weitere Nutzung der großen Flächen, um Erzeugnisse aus der tierischen und pflanzlichen Produktion herzustellen. So gibt es einen großen Milchproduktionsbetrieb und einen Schweineaufzucht- und mastbetrieb.
Nach der Wende wurde in die Infrastruktur investiert, Verbindungswege neu ausgebaut, Straßen, Plätze und Gehwege erneuert, das Dorf insgesamt schön gestaltet.
Sehenswürdigkeiten:
Fachwerkkirche Wendisch Priborn, 1691 erbaut